Fitness – gesunder Geist, gesunder Körper
Schon der römische Satiredichter Juvenal (etwa 58 bis etwa 138) formulierte „Beten sollte man darum, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist sei.“ Obwohl in einem anderen Zusammenhang formuliert, hat der Ausspruch heute im Bereich der Fitness nichts an Bedeutung verloren. Körper und Geist, das ist das, was uns vorantreibt, was uns im gesunden Zustand zu Höchstleistungen antreibt. Nur wer Fitness betreibt, sei es in sportlicher, körperlicher oder geistiger Form, wird bis ins hohe Alter gesund, aktiv, kreativ und leistungsfähig bleiben. Unterstützt wird dieser Prozess durch eine ausgewogene, fettarme, vitaminreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensführung.
Wer gezieltes und regelmäßiges Fitness-Training betreibt, wird spüren, dass sich die Konzentrationsfähigkeit erhöht und, dass Stresssituation in Beruf und Alltag leichter zu bewältigen sind.
Entwicklung der Fitness-Bewegung
Die Fitness-Bewegung fand in den Sportgruppen und –vereinen zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Anfang. In Turnerriegen oder kleinen geschlechtsspezifischen Sportgruppen wurde gemeinsam geturnt, Ball gespielt, geschwommen usw. Meist fanden die Übungen im Freien, als Ausgleich zur anstrengenden Fabrikarbeit statt. Zu Beginn der 1960er Jahre begann die Kommerzialisierung, das heißt es wurden Fitnessstudios gegründet, wo man nach Entrichtung eines Beitrages trainieren konnte. Eine weitere Popularität erhielt die Fitness durch den Bodybuilder Arnold Schwarzenegger und die Aerobic-Pionierin Jane Fonda, die als Vorbild für viele, auch in Deutschland, galten. Im Radio und Fernsehen fanden Fitness-Sendungen statt, wo jeder zu Hause an den Geräten die Übungen mitmachen konnte und wo Tipps auch für die Ernährung und die Gesundheit gegeben wurden. In den 1990er Jahren begann ein Run auf die Fitnessstudios, viele neue Studios entstanden. Heute wird Fitness in den Studios und im Freien mit vielen Sportarten wie Jogging, Nordic Walking, Tennis, Wandern, Fahrradfahren, Gymnastik, Schwimmen usw. betrieben. Fitness ist inzwischen zu einer breiten Bewegung geworden und in keiner Weise mehr aus dem Alltag und dem Leben der Menschen wegzudenken.
Welche Ziele verfolgt die Fitness
Die einzelnen Trainingsmethoden der Fitness haben zum einen das Ziel den Menschen Fit für die Bewältigung seiner Alltags- und Berufsaufgaben zu machen und zum anderen kann Fitness bestimmte Körperpartien und Organe beeinflussen. Bei der Fitness stehen Ausdauertraining, Krafttraining sowie das Training der Koordination und Beweglichkeit im Mittelpunkt. Das Ausdauertraining, wie Joggen, Fahrradfahren, Schwimmen stärkt das Herz-Kreislauf-System, der Blutdruck wird stabilisiert, Blutfettwerte sinken und zudem schwinden ungewünschte Fettpölsterchen. Mit dem kontrollierten Krafttraining erreicht man u. a. einen Muskelaufbau und eine Steigerung der Kraft. Ballsportarten, wie z. B. Volleyball, Tischtennis, Badminton und Tennis, sowie das Geräteturnen oder das Inliner- oder Rollerbladfahren fördern das Koordinationsvermögen, die Bewegungsfertigkeit und das Reaktionsvermögen. Dehn- und Stretchübungen, Aerobic usw. schaffen eine Muskelelastizität, eine gute Beweglichkeit des Körpers und der Gelenke, die Rücken- und Gelenkschmerzen nehmen ab bzw. man beugt diesen vor.
Zudem umfasst die Fitness auch ernährungstechnische Fragen, wie mit Kohlenhydraten und Eiweißprodukten der Prozess positiv unterstützt werden kann. Kurzum: Fitness schafft Beweglichkeit, Koordination und Schnelligkeit sowie Kraft und Ausdauer, so dass alle psychischen, physischen und soziale Anforderungen in allen Bereichen unseres Lebens besser bewältigt werden können.
Ist ein Training der Fitness bis in das hohe Alter möglich?
Ja, Fitness kann bis in das hohe Alter betreiben werden. Es gibt eine Vielzahl von Übungen und Trainingsmethoden, die man auch im reifen Alter betreiben kann. Wandern, Nordic Walking, Schwimmen, Tanzen, Gymnastik oder Tennis kann man beispielsweise auch noch im Rentenalter betreiben.
Egal ob man gerade erst 18 oder schon 45 oder gar schon 65 Jahre und älter ist, immer ist es Zeit mit der Fitness Übung bzw. dem Training zu beginnen und diese zu absolvieren, schon nach kurzer Zeit spürt man, dass man sich wesentlich besser, fitter und rundum wohler fühlt. Zur körperlichen Fitness gehört auch die geistige Fitness bzw. die geistige Leistungsfähigkeit, die durch Gehirnjogging und Denksportaufgaben unterstützt werden kann.
Fitness sollte generell nicht sporadisch sondern regelmäßig nach einem individuellen Trainingsplan betrieben werden.
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